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Viennas Bad Ass 34
Vor ca. 15 Jahren hatte ich die Idee, eine Reihe Kurzgeschichten bzw. Situationen aufzuschreiben, in denen sich eine fiktive Figur, die zunehmend dem Wahnsinn verfällt, diversen Alltagssituationen stellt.
Schnell stellte ich fest, dass das Niederschreiben dieser Szenen, die mitunter sehr stark überzeichnete Gewalteruptionen enthielten, unglaublich viel Spaß machte. Ich ließ das Leben alle möglichen Link- und Rechts-Haken in Richtung des Protagonisten schmettern, die selbiger auf die einzige Art und Weise verarbeitete, die er gelernt hatte: mit einem Blutbad.
Nachdem ich diese Stories auch auf Facebook postete und sich sehr schnell eine Fangemeinde um diese Texte bildetete, beschloss ich kurzerhand, sie bei diversen Lesungen, die ich damals noch hielt, vorzutragen. In der Annahme, dass wirklich jeder erkennen würde, dass es sich um Satire handelte, ballerte ich die Stories raus und las jedes einzelne Mal den gesamten Raum leer.
Die Leute waren einfach nicht bereit dafür.
Nichtsdestotrotz lag mir sehr viel an diesem Projekt und ich brachte es schließlich im Jahre 2017, acht Jahre nach der ersten Story zu einem für mich schlüssigen Ende.
Nachdem diese Geschichten bisher nur auf einer kaum besuchten Website ihr einsames Dasein fristeten, habe ich beschlossen, sie auf meine Website zu verschieben, wo ihnen das gleiche Schicksal blüht. Aber drauf geschissen. So habe ich meine Babies eben alle beisammen und ein gutes Auge auf sie.
Sind die Stories stark repetitiv? Mit Sicherheit. Würde ich das heute auch noch so schreiben? Bestimmt nicht. Habe ich mir überhaupt die Mühe gemacht, sie jemals zu korrigieren oder umzuschreiben? Fuck, no! Ich denke dennoch sehr wohlwollend an die Entstehungszeit zurück, war es doch eins der wenigen langjährigen Projekte, zu denen ich immer wieder gerne zurückgekehrt bin.
Die Stories sind chronologisch angeordnet, auch wenn es nicht danach aussieht. Sie sind der Reihe nach nummeriert, also einfach unten beginnen, einzeln durchklicken und genießen.
Und noch ein kleiner Tipp zum Schluss: nicht alles so ernst nehmen. :-)
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